Schulchronik

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1.1      Digitale Medien verbessern die Individualisierung der Lernprozesse und die Unterrichtsqualität.

Wer Unterrichtszeit besser nutzen, die Kinder an ihrem jeweiligen Lernstandort abholen und den im homogenen Schulsystem impliziten Wettbewerb der Kinder untereinander eindämmen möchte, greift zunehmend zu individualisierenden Unterrichtsmethoden. Sie ermöglichen es, Leerzeiten zu vermeiden und an den richtigen Stellen zu fordern und zu fördern. Auf die Grundschulinhalte abgestimmte Computerprogramme übernehmen dabei eine zunehmend wichtige Rolle. Der Lehrer kann in seiner Rolle als Beobachter und Coach Leistungsanforderungen regulieren und Ergebnisse auswerten, ohne selbst zum Kontrolleur werden zu müssen. Die Programme bieten Selbstkontrolle und Motivation. Dabei reduziert sich für den Lehrer auf der einen Seite der Arbeitsaufwand für die Ergebniskontrollen und für Materialerstellung, was ihm auf der anderen Seite mehr Zeit für die individuelle Schülerbetreuung ermöglicht. Er kann in seiner Rolle als Erzieher wieder tätig werden: Ermuntern, helfen, loben. Der Schüler auf der anderen Seite empfindet Schule als angenehmer, weil er kürzere Wartezeiten hat, sich nicht mehr unter- oder überfordert fühlt und seltener aus einer produktiven Arbeitsphase gerissen wird.

Die Einführung der Lernwerkstatt 8 im Computerraum sowie die Installation von mehreren Laptop-Arbeitsplätzen in einigen Klassenzimmern soll vielen Kindern Zugang zu individualisierenden Lernprogrammen bieten.

Digitale Medien ermöglichen

  • zusätzliche Differenzierungsangebote für die Schüler
  • spezielle Förderangebote für viele Arten von Leistungsdefiziten
  • zusätzliche Knobel- und Lernangebote für die leistungsstarken Schüler
  • effektive Nutzung der Lernzeit
  • selbstgesteuertes Lernen durch Selbstkontrollen
  • guten Überblick über den Leistungsstand des Schülers durch Leistungsübersichten

Bezug zu Kriterien der externen Evaluation

  • Förderung des selbst gesteuerten und individuellen Lernens
  • Förderung der Lernmotivation
  • Förderung überfachlicher Kompetenzen
  • Förderlichkeit des Unterrichtsklimas für ein erfolgreiches Lernen

Überprüfung der Zielerreichung

Schulzufriedenheit bei Schülern steigt (Schülerumfrage)

Die Häufigkeit von Schulangst und Versagensangst verringert sich spürbar (Elterngespräche, Lehrerumfrage, Gespräch mit Schulpsychologin)

1.2      Die vielseitige Nutzung digitaler Medien steigert die Lesemotivation und die Lesefähigkeit der Schüler.

Das Lesen lernen ist als eine der Kulturtechniken zentraler Bestandteil der Grundschulbildung und ist in seiner Bedeutung auch im Leitbild der Isardammschule verankert.

Es ist uns daher ein Anliegen, alle zur Verfügung stehenden Medien auch in den Dienst des Leselernprozesses zu stellen. Dazu gehören natürlich ebenfalls die neuen Medien. Ziel muss es sein, die Lesefertigkeit, das Leseverständnis und die Lesemotivation über alle Jahrgangstufen hinweg zu verbessern und zu erhöhen.

Computer und Internet können mit ihren neuen Möglichkeiten einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung dieses Zieles leisten. Die Schüler empfinden den Einsatz als motivierend und sind immer mit Freude bei der Sache.

Es gibt eine große Anzahl von Leseanlässen und man hat Zugriff auf eine Fülle von Informationen. Viele Anreize laden zum Lesen und im Sinne des kommunikativen Aspekts auch zum Schriftverkehr ein. Die Voraussetzung ist allerdings, dass die für Grundschulkinder notwendige Reduktion der Inhalte durchgeführt wird und auf diese Weise eine Reizüberflutung vermieden wird.

Mittlerweile gibt es viele Interseiten, die auf die Bedürfnisse der kleineren Nutzer zugeschnitten sind.

An unserer Schule wurde schon vor drei Jahren die so genannte Piraten-Lesewelt eröffnet, in der die Kinder mehrmals im Jahr besonders zum Lesen animiert werden und dabei ihre Lesefertigkeiten verbessern können. Das Lernen erfolgt hier an unterschiedlichen Stationen und es werden vielfältige Zugänge zum Lesen, auch mit Hilfe von digitalen Medien (interaktives Whiteboard, Laptops, CD-Player) angeboten.               

Steigerung der Lesefertigkeit und der Lesemotivation der Kinder

  • durch die Einführung der „Lernwerkstatt 8“ im Computerraum und an den Computerarbeitsplätzen im Klassenzimmer                 
  • durch den Einsatz von Antolin in allen Klassen ab der 2. Jahrgangstufe
  • durch motivierende Leseübungen an den Stationen der Lesewelt
  • durch den Einsatz der Wissenskarten zur Informationsentnahme im Zuge des Heimat- und Sachunterrichts

Bezug zu Kriterien der externen Evaluation:

  • Förderung des selbstgesteuerten Lernens
  • Individuelle Unterstützung
  • Beobachtung von Lernfortschritten
  • Erhöhung der Lernmotivation
  • Sicherung des Lernerfolgs
  • Förderung überfachlicher Kompetenzen

Überprüfung der Zielerreichung

  • Alle Klassen der Jahrgangsstufen 2-4 sind bei Antolin angemeldet.
  • Auslastung des Computerraumes;
  • Auswertung der Schülerübungen in der Lernwerkstatt 8;
  • Die Lesewelt wird von jeder Klasse mindestens 2x im Jahr besucht.
  • Zu mindestens einem HSU-Thema in den Klassenstufen 2-4 werden Recherchen im Internet betrieben, die durch eine Präsentation, ein Portfolio oder eine Lernzielkontrolle nachweisbar sind.

1.3      Die Lehrer können die digitalen Medien und das interaktive Whiteboard didaktisch sinnvoll einsetzen

Interaktive Whiteboards (IWBs) und andere digitale Medien ermöglichen die Anwendung vieler didaktischer Prinzipien, wie etwa Anschauung, Aktivierung Individualisierung oder Motivation. Es ist das Ziel, die Kenntnisse aller Lehrkräfte so weit zu entwickeln, dass sie die Medien sinnvoll und zielführend in ihren Unterricht integrieren können und so den Schülern neue oder auch andere Zugänge zu den Unterrichtsinhalten bieten können.

Die technischen Voraussetzungen müssen so gestaltet sein, dass der Lehrkraft die Nutzung der digitalen Medien im Unterricht erleichtert wird und sie sich weitgehend auf die didaktischen und pädagogischen Überlegungen konzentrieren kann.

Der effektivste didaktische Nutzen wir erreicht, indem

  • die Lehrer die vorhandenen Medien kennen.
  • mit der Software und Hardware grundlegend umgehen können.
  • ein möglichst großer Austausch von Ideen, Dateien und didaktischen Möglichkeiten stattfindet.
  • den Lehrern ein möglichst großes Angebot von Lehrangeboten, Lernplattformen, interaktiven Seiten etc. eröffnet wird.

 Bezug zu Kriterien der externen Evaluation

  • Effizienz der Lernzeitnutzung
  • Strukturiertheit und Klarheit der Darstellung
  • Förderung der Lernmotivation

 Überprüfung der Zielerreichung

  • Mindestens 3 Fortbildungen für Lehrer am Whiteboard/digitalen Medien pro Jahr;
  • Benennung von mindestens einem zuständigen Lehrer für die Pflege und Wartung der Computer und Whiteboards unter Aufwendung einer Verfügungsstunde;
  • Jeder Lehrer stellt auf dem Server pro Jahr mindestens 10 unterrichtsrelevante Dateien zur Verfügung;
  • Die Datenbank mit zur Verfügung stehenden Unterrichtsmitteln ist Ende 2012/13 fertiggestellt und anwendbar;
  • Das MMC liegt mit fertigen Links zu den verschiedenen Medienangeboten auf dem Schulserver und ist für alle Lehrer einseh- und erweiterbar.

 1.4      Die Schüler können mit den vorhandenen digitalen Medien im Rahmen ihrer Möglichkeiten umgehen und sie kritisch hinterfragen

Viele Schüler gehen in ihrer Freizeit bereits regelmäßig mit digitalen Medien um. Dabei sind es oft Computerspiele, mit denen sich Grundschulkinder beschäftigen. Den PC als Arbeitsmittel kennen bisher nur wenige. Auch andere digitale Medien sollen in ihrer Funktion als Hilfsmittel, um das Lernen zu verbessern, entdeckt werden.

Die Schüler

  • erkennen neben dem Unterhaltungswert auch den Nutzen der digitalen Medien.
  • können alle notwendigen Handlungen am Computer selbstständig vornehmen, die sie für die alltägliche Arbeit im Computerraum benötigen (dazu gehört der Umgang mit der Maus, das An- und Ausschalten, die Fenstertechnik, Programme öffnen, etc.).
  • können mit den gängigen Lernprogrammen an der Schule ohne Hilfe arbeiten.
  • können mit der digitalen Kamera fotografieren und die entstandenen Bilder elementar bearbeiten.
  • sind in der Lage, sich am Ende ihrer Grundschulzeit mit Hilfe von Kindersuchmaschinen im Internet zielgerichtet Informationen zu einem Thema zu beschaffen und diese zu verarbeiten.
  • erkennen einige der vielen Manipulationsmöglichkeiten, die digitale Medien heute bieten und beschäftigen sich mit den Gefahren. 

Bezug zu Kriterien der externen Evaluation

  • Effizienz der Lernzeitnutzung
  • Förderung selbst gesteuerten Lernens
  • Förderung der Lernmotivation
  • Förderung überfachlicher Kompetenzen
  • Möglichkeit, soziale Kompetenzen zu erwerben

Überprüfung der Zielerreichung

  • Auslastung des Computerraumes steigt von momentan „sporadisch“ auf „tägliche Nutzung“ in allen Klassenstufen.
  • Nach einer Einführungs- und Erarbeitungsphase wird mindestens 70% der Zeit im Computerraum mit inhaltlicher Arbeit gefüllt. (Lehrerbefragung)
  • In der 3.- 4. Klasse wird ein Thema/Teilthema in HSU (oder anderes Fach) unter Zuhilfenahme von Internetrecherchen erarbeitet und abgefragt. (Ergebnisse der LZK) Das kann auch in Form eines Portfolios bewertet werden.

1.5      Digitale Medien werden als zusätzliches Gestaltungsmittel kennen gelernt und genutzt.

Oft werden die Schüler nur mit Farbkasten oder Stiften zum kreativen Schaffen angehalten. Besonders Kinder mit manuellen Schwächen haben dabei häufig Probleme und entwickeln daher auch schnell eine Abneigung gegen künstlerische Gestaltungen generell. Mit Hilfe von Malprogrammen oder mit der Kamera werden allen Kindern neue Möglichkeiten geboten, sich gestalterisch mit unterschiedlichen Inhalten auseinanderzusetzen. Desweiteren bieten auch die akustischen Möglichkeiten neue Gestaltungswege. Bildergeschichten können vertont, Hörspiele oder Lesungen selbst erstellt werden.

Die Schüler können

  • mit der digitalen Kamera grundlegend umgehen (An-Ausschalten, Bildausschnitt wählen).
  • (eigene) Fotos verändern oder verfremden.
  • mit Malprogrammen wie z.B. Paint eigene Bilder gestalten.
  • Foto-Stories erfinden.
  • Werbung selbst erfinden.
  • selbst Soundeffekte herstellen und digitale Mikrofone nutzen.

 Bezug zu Kriterien der externen Evaluation

  • Förderung des selbst gesteuerten und individuellen Lernens
  • Förderung der Lernmotivation
  • Förderung überfachlicher Kompetenzen
  • Förderlichkeit des Unterrichtsklimas für ein erfolgreiches Lernen

 Überprüfung der Zielerreichung

  • Mindestens eine Ausstellung kreativer Computerarbeiten pro Schuljahr
  • Mindestens 1 AG pro Jahr wird zu dem Thema kreativer Medieneinsatz angeboten
  • Innerhalb von vier Grundschuljahren sollte jedes Kind im Fach Deutsch, Musik oder Kunst kreativ am Computer gearbeitet haben.

 

1.6      Die Schulfamilie strebt gemeinsame Werte einer fundierten Medienerziehung der Schüler an.

Nicht nur der Computer, auch Nintendo DS, Handy, Wii, Playstation, Fernsehapparat und DVD-Player haben mehr und mehr Einzug in die Kinderwelt gehalten. Das Internet bietet immense Möglichkeiten, steckt jedoch auch voller Gefahren.

Viele der mit der Erziehung der Kinder befassten Personen, seien es nun Lehrkräfte, Erzieher oder Eltern, versuchten lange Zeit zu ignorieren, welchen Stellenwert die „Medien“ in der Welt unserer Kinder tatsächlich einnehmen. Die Reaktionen und erzieherischen Handlungsmuster waren, um es positiv zu formulieren, entsprechend vielfältig.

Es sollte zumindest innerhalb der Schulfamilie zu einer möglichst einheitlichen Haltung angeregt werden, denn Eltern und Lehrkräfte müssen gemeinsame Erziehungsansätze für diesen immens wichtigen Lebensbereich finden. Dabei ist es essentiell für diesen Prozess, dass beide sich gleichberechtigt informieren, Problemfelder diskutieren und so in eine einheitliche Richtung arbeiten.

 Eine gemeinsame medienpädgogische Haltung wird erreicht durch

  • Gemeinsame Fortbildungen für Eltern und Lehrer;
  • Tage der offenen Tür unter Einbeziehung der Medien;
  • Berücksichtigung von Eltern-Expertenwissen bei der Planung von AG’s am Schuljahresanfang (z.B. Elternbrief mit Anfrage, ob Interesse besteht, sich von Elternseite in AG’s einzubringen);
  • Weitergabe von Flyern oder Informationen aus dem Bereich Medien und Kinder an Eltern (Vorträge, Workshops, Lernprogrammlisten, etc.);

 Bezug zu Kriterien der externen Evaluation

  • Förderung überfachlicher Kompetenzen
  • Offenheit gegenüber dem schulischen Umfeld

Überprüfung der Zielerreichung

  • Mindestens eine Elternfortbildung im Schulhaus pro Jahr
  • Mindestens einen Tag der offenen Tür, an dem die Medienarbeit der Schule vorgestellt wird
  • Es wird mindestens eine Informationsbroschüre pro Schuljahr zum Thema Internetnutzung an die Eltern weitergegeben. (z.B. über Gefahren im Internet, geeignete Internetseiten für Kinder, pädagogisch wertvolle Lernspiele)
  • Die Schulhomepage hält Anregungen und Informationen für Eltern zum Thema „Computernutzung bei Kindern“ bereit, indem sie aktuelle Links erstellt. Hier wird auch auf interessante Vorträge/Veranstaltungen in der Schulumgebung verwiesen.
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